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Stabsichtigkeit (Astigmatismus)

Was bedeuten die vielen Brillenwerte auf meiner Verordnung?

Die Stabsichtigkeit ist auch unter dem weniger schönen Namen "Hornhautverkrümmung" bekannt. Genau genommen beschreibt dieser Begriff keine krankhafte Verkrümmung, sondern eine Normvariante unserer Hornhautform. Die Hornhaut ist im günstigsten Fall, und das ist wirklich sehr selten, kugelförmig. In diesem Fall gibt es mathematisch gesehen nur einen Radius und damit einen Brechwert. Bei den meisten Menschen jedoch ist die Hornhaut elliptisch (eiförmig) geformt. Ist dies der Fall, spricht man von Astigmatismus. Dabei gibt es zwei verschiedene Radien und somit auch zwei unterschiedliche Brechwerte in verschiedenen Richtungen. Die Lage der Brechwerte wird mit einer Gradzahl zwischen 0° und 180° ausgedrückt.

Brille und Auge

Symptome:
Ein leichter Astigmatismus wird von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen, wohingegen ein starker Astigmatismus sich durch verzerrtes Sehen bemerkbar machen kann. Je nach Lage der Brechwerte kann eine horizontale, vertikale oder schräge Verzerrung auftreten.

Brille und Astigmatismus

Abhilfe:
Brillengläser, die diesen Sehfehler korrigieren, werden "zylindrische Brillengläser" genannt. Mit der Größe des "Zylinders" wird die Differenz der beiden Brechwerte beschrieben. Diese Brillengläser oder Kontaktlinsen sind so geschliffen, dass sie den unterschiedlichen Brechwerten der Hornhaut entgegengesetzt wirken und den entstandenen Sehfehler ausgleichen. Damit kann das Bild wieder punktförmig auf der Netzhaut abgebildet und damit scharf bzw. unverzerrt gesehen werden. Diese Brillenläser erkennt man auf der Verordnung daran, dass statt einem, zwei Dioptrienwerte und zusätzlich eine Gradzahl angegeben ist:
z.B. +2.0dpt. -0.5dpt. 175°

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