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Kontaklinsenanpassung und Eingewöhnung
Anpassung
Vor dem Einsetzen der ersten Kontaktlinse wird bei einer
Voruntersuchung des Auges festgestellt ob Sie überhaupt
Kontaktlinsen tragen können oder nicht. Alle hierzu
notwendigen Maßnahmen werden fast ohne Berührung
des Auges durchgeführt und sind deshalb völlig
schmerzfrei.
Als weiteres wird die Sehstärke bestimmt, damit die
aktuellen Werte anschließend auf die Kontaktlinsenwerte
umgerechnet werden können. Dadurch, dass Linsen direkt
auf dem Auge aufliegen, weicht ihr Wert in der Regel vom
Brillenwert ab. Linsen für Kurzsichtige sind tendenziell
schwächer, bei Übersichtigkeit stärker als
die Brillenwerte.
Zusätzlich werden die zentralen und peripheren Hornhautradien
ausgemessen. Sie sind wichtig, um die richtige Rückflächengeometrie
für die Kontaktlinse zu ermitteln. Werden Linsen getragen,
die nicht zum Auge passen und dadurch einen schlechten Sitz
haben, so wird dem Auge auf lange Sicht erheblicher Schaden
zufügt.
Als weiterer Parameter gibt der Durchmesser der Hornhaut
Aufschluss über die Größe, die die Kontaktlinse
haben muss, damit sie sich auf dem Auge gut zentriert.
Eine Analyse des Tränenfilms zeigt, wie viel Tränenflüssigkeit
vorhanden ist und wie gut die Hornhaut benetzt wird. Anhand
dieser Beobachtungen, kann man entscheiden, welches Material
am besten geeignet ist.
Sind alle Erkenntnisse über das Auge gewonnen, steht
dem Probetragen einer Kontaktlinse nichts mehr im Weg.
Kontaktlinsen
auch bei trockenem Auge?
Veränderte Umweltbedingungen, aber auch unsere modernen
Lebensumstände sind oft verantwortlich für Komplikationen
beim Kontaktlinsentragen. Lange Stunden am PC, ein Arbeitsplatz
mit Klimaanlage und wenig frische Luft können Stress
für das visuelle System bedeuten. Meist äußert
sich dies in zu trockenen Augen.
Ein trockenes Auge sollte immer mit hochsauerstoffdurchlässigen
Linsen versorgt werden. Hier eignen sich besonders die modernen
Weichlinsen die eigentlich für's Tag & Nacht-Tragen
gedacht sind. Diese Linsen, die eine optimale Sauerstoffversorgung
des Auges gewährleisten, sollten aber nur tagsüber
getragen werden.
Vorsicht ist allerdings bei den hochwasserhaltigen Produkten
geboten. Werden weiche Kontaktlinsen getragen, die zuviel
Wasser enthalten, so trocknen sie das Auge zusätzlich
aus. Die ist der Fall, wenn die Linse um ihren eigenen Wasserhaushalt
zu regulieren, dem Auge zusätzlich Feuchtigkeit entzieht.
Kontaktlinsen
sind keine Schuhe!
Wenn Schuhe nicht passen, dann drücken sie und wir
merken recht schnell, dass mit dem Sitz etwas nicht stimmt.
Ganz anders verhält es sich fataler Weise mit weichen
Kontaktlinsen. Eine schlecht sitzende Weichlinse spürt
man zunächst nicht. Im Gegenteil, umso fester die Linse
auf dem Auge klebt, umso weniger wird sie oftmals wahrgenommen.
Die damit verbundenen Probleme zeigen sich oft erst, wenn
das Auge bereits Schäden erfahren hat. Regelmäßige
Kontrollen der Kontaktlinsen sind daher unumgänglich,
wenn man seine Augengesundheit nicht gefährden will.
Nur unter mikroskopischer Betrachtung lassen sich Sitz und
Beweglichkeit beurteilen.
Die
Eingewöhnung
Sicherlich muss sich das Auge an Kontaktlinsen erstmal gewöhnen.
Wie lange die Gewöhnung dauert, ist vom Linsenmaterial
und von der eigenen Empfindlichkeit abhängig.
Generell
sind formstabile Kontaktlinsen gewöhnungsbedürftiger.
Das anfangs starke Fremdkörpergefühl lindert sich
von Tag zu Tag. Deshalb wird die tägliche Tragedauer
auch erst sehr langsam gesteigert. So sollte man am ersten
Tag die Linsen nach einer Stunde wieder herausnehmen, so
kann man die Tragezeit dann Tag für Tag um zwei Stunden
erhöhen.
Weiche Linsen haben hingegen eine hohe Spontanverträglichkeit.
Das anfängliche Fremdkörpergefühl ist sehr
gering, so dass weiche Linsen bereits am ersten Tag einige
Stunden problemlos getragen werden können. Auch das
zunächst ungewohnte Handling mit Kontaktlinsen wird
schnell vertraut und einfach. Unter qualifizierter Anleitung
wird das Ein- und Aussetzen der Linsen geübt, bis man
sicher mit den neuen Linsen umgehen kann.
Kann
eine Linse im Auge verschwinden?
Der vordere Augenabschnitt wird durch die Bindehaut begrenzt,
so dass eine Kontaktlinse niemals hinter das Auge rutschen
kann. Sollte es vorkommen, dass eine Linse unter Ober- oder
Unterlid rutscht, so kann man sie durch gezielte Blickbewegungen
oder durch Massage des geschlossenen Augenlides schnell
wieder zu Tage fördern. Auch das Spülen mit Kochsalzlösung
kann helfen. Oftmals bewegt sich die Linse dann schon ganz
von selbst wieder an die richtige Stelle. In
seltenen Fällen kann eine verrutschte und im Oberlied
verschwundene Linse schon sehr hartnäckig sein. Scheuen
Sie sich nicht und suchen Sie den nächsten Augenoptiker
auf. Hier wird Ihnen dann schnell und unbürokratisch
geholfen.
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