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Allgemeine Informationen zu Kontaktlinsen
Historisches
Die
ersten Kontaktlinsen, die auf das Auge gesetzt wurden, um eine
Fehlsichtigkeit zu korrigieren, wurden 1888 entwickelt.
Diese so genannten Hornhautlinsen bestanden aus geblasenem
oder geschliffenem Glas. Um das Verletzungsrisiko zu mindern, suchte man nach verträglichen Kunststoffmaterialien,
um die Linsen daraus zu fertigen. Versuche mit dem Werkstoff
Zelluloid, scheiterten an der schlechten Abbildungsqualität
dieses Materials. Erst 1946 wurde durch die Verwendung von
Plexiglas der Grundstein für moderne Kontaktlinsen
gelegt.
Weiche Kontaktlinsen wurden zwar schon 1955 entwickelt,
konnten allerdings erst im Jahre 1977 so markttauglich hergstellt
werden, dass sie in Serie produziert wurden.
Heute gibt es so viele Linsentypen und Materialien auf dem
Markt, dass so gut wie jedes Auge mit einer passenden Kontaktlinse
versorgt werden kann.
Allgemeines
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen formstabilen
(harten) und weichen Kontaktlinsen. Die Weichlinsen wiederum
gliedert man auf in den Konventionellen- und den Austauschbereich.
Unter konventionellen Weichlinsen versteht man Linsen, die
in der Regel ein Jahr getragen werden. Heutzutage gewinnen
Austauschprodukte immer mehr an Bedeutung. Je nach Linsentyp
tauscht man diese Linsen, monatlich, wöchentlich oder
sogar täglich.
So gut wie jede Fehlsichtigkeit kann mit Kontaktlinsen versorgt
werden. In vielen Fällen bringt die Kontaktlinsenversorgung
sogar eine Verbesserung gegenüber dem Sehen mit einer
Brille. Das hängt damit zusammen, dass die Kontaktlinse
direkt auf dem Auge aufliegt und die Fehlsichtigkeit "gezielter"
korrigieren kann. Mittlerweile gibt es nicht nur Kontaktlinsen
für Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung,
man findet auch eine große Auswahl an multifokalen
Produkten, die Ferne und Nähe gleichzeitig korrigieren.
Durch die neuen Sauerstoffdurchlässigen Materialien,
werden auch Kontaktlinsen, die problemlos über Nacht
getragen werden können, immer interessanter.
Welche Kontaktlinse sich für welches Auge am besten
eignet, muss individuell entschieden werden.
Die Wahl richtet sich nach der Fehlsichtigkeit, der Anatomie
des Auges, der Beschaffenheit des Tränenfilms und ganz
speziell auch nach den Tragemodalitäten.
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