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Kurzsichtigkeit (Myopie)
Der
Begriff "Myopie" (Kurzsichtigkeit) kommt aus dem
Griechischen und bedeutet soviel wie "kneifendes Auge",
weil kurzsichtige Personen oft die Lider zusammenkneifen,
um ohne Brille schärfer sehen zu können. Sie machen
sich dabei, meist völlig unbewusst, eine Technik zu
nutze, die man vom Fotoapparat her kennt. Mit der Blende
beim Fotoapparat kann man die Tiefenschärfe einstellen.
Umso kleiner man die Blende wählt, desto mehr von den
Randstrahlen (Lichtstrahlen), die auf den Apparat treffen,
werden abgeblendet, so dass man ein schärferes Bild
erhält. Genauso funktioniert das auch beim Auge: je
kleiner die Pupille, durch die die Lichtstrahlen ins Auge
eintreten, desto schärfer das Bild. Die Augenlider
wirken sozusagen als Blende für das Auge.
Symptome:
Der Kurzsichtige klagt über unscharfes Sehen in der
Ferne, hat aber in der Regel beim Sehen in der Nähe
keine Probleme.
Ursachen:
Kurzsichtigkeit entsteht durch minimale Abweichungen in
der Anatomie des Auges. Entweder ist die Baulänge des
Auges, die normalerweise ca. 24 mm beträgt, etwas zu
lang oder aber der Brechwert des Auges (das Auge hat ja
die Funktion einer Sammellinse) ist zu stark. In beiden
Fällen kann das Auge weit entfernte Objekte nicht mehr
scharf erkennen. Man muss sich das so vorstellen, als ob
das eigentliche scharfe Bild vor der Netzhaut liegt. Auf
der Netzhaut, wo die Bilder aufgelöst und damit "gesehen"
werden, herrscht Unschärfe. (vergleiche Abbildung 1
und 2)
Abhilfe:
Die Kurzsichtigkeit wird durch zerstreuende Brillengläser
oder Kontaktlinsen ausgeglichen. Diese Gläser oder
Linsen können durch ihre streuende Wirkung das Bild,
was bei der Myopie "zu früh" entsteht, exakt
auf den richtigen Platz, nämlich die Netzhaut bringen.
Diese Gläser werden wegen ihrer Streuwirkung auch als
Minusgläser bezeichnet und tragen ein negatives Vorzeichen,
z.B. -1.5 Dioptrien.
1.
Abbildung eines fernen Objektes (Blume) durch ein normalsichtiges
Auge:
2.
Abbildung eines fernen Objektes (Blume) durch ein kurzsichtiges
Auge:

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