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Presbyopie (im Volksmund auch: Altersweitsichtigkeit)
"Warum
sind die Arme beim Lesen irgendwann nicht mehr lang genug?"
Der
Begriff Presbyopie stammt aus dem Griechischen und bedeutet
wörtlich "der Ältere".
Ursache:
Die Elastizität unserer Augenlinse nimmt ab dem Tag
unserer Geburt kontinuierlich ab. Damit ist das Auge mit
zunehmendem Alter immer weniger in der Lage sich auf nahe
Objekte einzustellen. Dies ist ein ganz natürlicher
Alterungsprozess. Während ein Baby einen Gegenstand
noch wenige Zentimeter vor dem Auge deutlich sehen kann,
muss ein zehnjähriges Kind diesen Gegenstand schon
etwas weiter entfernen damit, es ihn scharf sieht. Die Entfernung
vor dem Auge, in der man anstrengungs-frei scharf sehen
kann, wird somit im Alter immer größer.
Zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr treten dann oft die
ersten Probleme auf. Das Lesen, vor allem bei schlechter
Beleuchtung fällt zunehmend schwerer und man gewinnt
den Eindruck, dass die Arme nicht mehr lang genug sind,
um Kleingedrucktes zu erkennen. Man benötigt eine Lesebrille.

Abhilfe:
Die Presbyopie kann wie folgt mit Brillengläsern oder
Kontaktlinsen korrigiert werden:
Eine separate Lesebrille empfiehlt sich, wenn man im Alltag
keine Sehhilfe benötigt. So hat man eine spezielle
Brille, wenn man lesen möchte, am Computer sitzt oder
in der Nähearbeitet (z.B. Handarbeiten, Basteln).
Ist man bereits Brillenträger, so ist es sinnvoll,
auf Gleitsichtgläser umzusteigen. Diese Brillengläser
unterscheiden sich äußerlich kaum von den bisher
getragenen Brillengläsern, sind aber so aufgebaut,
dass sie in allen Entfernungen ein scharfes Bild liefern.
Gleitsichtgläser sind die modernste Lösung der
Presbyopie zu begegnen und erfreuen sich dank ausgereifter
Technologien einer sehr hohen Akzeptanz. Aus diesem Grunde
verlieren Brillengläser mit kleinen sichtbaren Leseteilen
(Bifokalgläser) immer mehr an Bedeutung. Mit ihnen
kann man nur in der Ferne oder Nähe scharf sehen. Zwischenentfernungen,
wie die Entfernung des Monitors beim Arbeiten am Computer
oder der Abstand der Noten beim Musizieren bleiben unberücksichtigt.
Auch auf dem Kontaktlinsenmarkt gibt es mittlerweile ein
großes Angebot an Kontaktlinsen für Presbyopie.
Es empfiehlt sich die verschiedenen Kontaktlinsensysteme
auszuprobieren, denn der Erfolg bei den einzelnen Produkten
ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.
Grundsätzlich sollte man beim Lesen ganz besonders
auf eine gute, blendfreie Beleuchtung achten. Dies Erhöht
nicht nur den Kontrast der Buchstaben, sondern durch die
Helligkeit werden auch die Pupillen enger. Dadurch erhöht
sich die Tiefenschärfe und das Lesen ist weniger anstrengend.
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